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06 Minitrampolin, Aufbau und methodisches Konzept

Die neue Rubrik «Minitrampolin» bietet eine breite Übungssammlung für das Erwerben, Anwenden und Gestalten von Minitrampolinsprüngen alleine oder in Gruppen. Der Schwerpunkt wurde bewusst nicht auf die Technik von Einzelsprüngen gelegt, sondern auf das vielfache und vielseitige Springen auf und über die Minitrampoline.



Uns geht es darum aufzuzeigen, dass das Minitrampolin einen Teil seines Gefahrenpotentials verliert und zu einem wertvollen Gerät für das Üben von springen, fliegen und landen wird, sobald der Fokus der Lernenden und Lehrenden vom «Erwerben einzelner Kunststücke» (z.B. dem Strecksprung oder dem Salto vw) auf das «vielfache und rhythmische Springen» verschoben wird. 

Struktur und Aufbau
 
Der Aufbau der Rubrik folgt dem Ablauf beim Minitrampolin springen. Es gibt Übungssammlungen zu «anlaufen», «einspringen», «abspringen», «fliegen (Kunststücke machen)“ und «landen». Zusätzlich wurde die Kategorie «rhythmisch springen» geschaffen. Sie enthält alle Übungsangebote, bei denen rhythmisch-mehrfach oder endlos gesprungen wird und bildet die grösste Kategorie der Übungsangebote.

Dieser Aufbau wird im PDF: «Struktur und Aufbau» visualisiert.

Ziel

Mit unserer Übungssammlung möchten wir Lehrkräfte, TrainerInnen und Lernende motivieren, in Gruppen mit dem Minitrampolin zu spielen und sich dabei gegenseitig vor Probleme und/oder Aufgaben zu stellen, die alleine oder gemeinsam gelöst werden können und die – quasi im Nebeneffekt – zu einem geübten Umgang mit dem Einspringen ins und Abspringen aus dem Minitrampolin führen.

Mit der Zeit und je nach Lerntempo wird dadurch auch der Einbau des einen oder anderen «klassischen Kunststücks» möglich.

Wir sind der festen Ansicht, dass gerade beim Springen im Minitrampolin die Lernstufen des Stufen-Modells von Hotz 1996, welches den Schweizer Lehrmitteln zu Grunde liegt, auf das Produktivste vermischt werden, da erwerben, anwenden und gestalten auf jeder Lernstufe zur Anwendung kommen und der Fantasie und Kreativität der Springenden keine Grenzen gesetzt sind, solange diese ihre eigene Sicherheit nicht gefährden. 

 

Technische Hinweise

In den Übungen dieser Sammlung wird bewusst auf technische Hinweise wie das Einnehmen bestimmter Kernposen (C+, C-, I) verzichtet. Sie durchwirken grundsätzlich das gesamte „turnerische Tun». Lernende aller Altersstufen sollten diese Körperposen im eigenen Körper im Rahmen ihrer Möglichkeiten wahrnehmen und unterscheiden lernen.

Für das Lösen der hier angebotenen Aufgabenstellungen ist ein ständiges Anpassen der Körperpositionen an die Problemstellung notwendig. Wir wissen aus Erfahrung, dass die funktionellen Posen von den Lernenden gefunden werden und sich durch das Üben auch durchsetzen!

Turnende, die auch bei wiederholtem Springen nicht in der Lage sind, ihre Rumpfmuskulatur während des Ein- und Abspringens im Minitrampolin zu stabilisieren, sollten auf dieses Thema sensibilisiert werden und beispielsweise durch einen Schritt zurück (Federn auf dem flachen Minitrampolin) das Stabilisieren der Rumpfmuskulatur erlernen.

 

Weiterführende Literatur:

Kernposen:
Bechter Wüthrich, B. (2013). Trampolinschule nach der Part-Methode. Sicheres Springen in Ausbildung und Unterricht. Magglingen: BASPO.

Kunststücke:
Schluep, I. (2012). Kunststücke an Geräten: Am Boden, Am Reck, Im Schwung, Im Flug. Herzogenbuchsee: Ingold.

SS 2014

 




Video zum Thema