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01 Partnerhilfe, methodische Voraussetzungen

Klammergriff, Drehgriff, Textilgriff, Kreuzgriff...
Die wichtigsten Hilfegriffe werden unter folgendem Link in Wort und Bild beschrieben.


alle Bilder dazu

Hilfestellung in der Partnerakrobatik: Unterarm anbieten

Oft besteht die zu leistende Hilfe aus einer Kombination verschiedener Griffe.
Hilfegriffe werden immer im Zusammenhang mit ihrer Funktion angewandt.

- Stützhilfe (unterstützendes Heben einzelner Körperpartien)
- Drehhilfe (aktive Rotationshilfe)
- Schub- oder Zughilfe (Vortrieb beeinflussen, Weg überwinden)
- Gleichgewichtshilfe (Stabilisierung des Körpers)

Benutzte Abkürzungen:

- vw (vorwärts)
- rw (rückwärts)
- vl (vorlings)
- rl (rücklings)

 

Um im richtigen Moment - und dem Bewegungskönnen der turnenden Person angepasst - in den Bewegungsablauf eingreifen zu können, braucht es Übung. Zwischen der turnenden und der helfenden Person muss Klarheit über den zeitlichen und örtlichen Ablauf der bevorstehenden Bewegung bestehen.

Voraussetzungen:

  • Die helfende Person übernimmt Verantwortung und stellt somit auch ein Vorbild dar (Kleidung, Benehmen etc.). Sie informiert die Turnenden bezüglich funktioneller Bekleidung. Das Tragen von Uhren und Schmuck kann zu Verletzungen führen und ist deshalb zu vermeiden.
  • Die helfende Person muss zu einem selbstständigen, zuverlässigen Arbeiten fähig sein beziehungsweise herangeführt werden.
  • Die helfende Person muss aufgewärmt sein, um die eigenen körperlichen Belastungen zu minimieren.
  • Die helfende Person muss den Hilfegriff beherrschen und genau wissen, was wann zu tun ist.
  • Die helfende Person muss auf ihre eigene Haltung und Position achten (stabiler Stand, Gelenke nicht durchgestreckt, Rücken gerade, Knie nicht nach innen rotiert).
  • Im Moment der grössten Belastung müssen die Hebelverhältnisse für die helfende Person am günstigsten sein (Stand nahe bei der turnenden Person).
  • Zwischen der turnenden und der helfenden Person muss Klarheit herrschen, um welche Bewegung es sich handelt und wann sie ausgeführt wird.
  • Die Bewegung, die geturnt wird, muss von der helfenden Person verstanden werden (Struktur, Hauptschwierigkeiten).
  • Die Bewegungsfreiheit der helfenden Person muss gewährleistet sein. Das heisst optimale Unterlage (kein Mattenabsatz) und genügend Raum für die Bewegungsbegleitung.
  • Die Hilfestellung ist erst dann beendet, wenn der Bewegungsablauf fertig geturnt ist.
  • Das Helfen soll zum angepassten Zeitpunkt durch das Sichern ersetzt werden.